inklusiv

Gemeinsamer Unterricht für alle statt Sortierung und Ausgrenzung. Gleiche Bildungschancen für alle. Förderung statt Selektion. Stärken stärken.

Wie lernen wir besser miteinander und voneinander: alle zusammen (“inklusiv”) oder jeder in der “passenden Schublade” (Schulart)?

5 Antworten zu inklusiv

  1. Gruppe inklusiv schreibt:

    Kinder lernen besser von anderen Kindern – Keine “Schubladenseparation”

    Bedingungen müssen sich ändern:
    - Kleine Klassen (max. 20 Kinder)
    - Mehrere Lehrpersonen (dazu spezialisierende und professionelle Schulbegleitung) – Lehrer – Schüler – Schlüssel
    - Lehrpersonen müssen Kinder bei ihren Aktionen beobachten können
    Welche Kompetenzen haben sie bereits?
    Individuelle Förderung des Einzelnen; Stärken fördern (Förderplanung)
    - Andere Vorbereitung seitens der Lehrperson
    ILEP (Individuelle Lernentwicklungsbegleiter)
    Portfolioarbeit (Nachweis der einzelnen Schülerleistung)

  2. Gruppe inklusiv schreibt:

    Alle Schüler aus einem Schulbezirk sollen in “eine” Schule aufgenommen werden – keine Separation in verschiedene Schultypen.
    –> Hierfür ist das Lehrpersonal entscheidend (auch aus Jugendhilfewerk finanziert)
    - Das Lehrpersonal muss qualifiziert sein (keine “Billigkräfte”, sondern pädagogisch qualifiziert)
    - Fortschritte der behinderten Kinder sind durch Impulse von “gesunden Kindern” enorm groß, als wenn sie nur unter sich wären.
    –> Soziale Kompetenz der “gesunden Kinder” steigt durch den Umgang mit Behinderung – Behinderte Kinder sind etwas “Normales”

    Eltern, die für ihre Kinder dennoch Sonderschulförderung wünschen, sollten die Chance dazu haben, dies zu bekommen.

  3. Gruppe inklusiv schreibt:

    Alle Kinder eines Bezirks sollen in eine Schule gehen (wünschenswert bis Klasse 9 bzw. 10) –> Eine “Schule für Alle als Modellschule”
    - Separation ist auch psychische Verletzung!
    - gemeinsames Lernen ohne Druck (Druck: Wo komme ich nach dem “entscheidenden” Schuljahr hin, z.B. nach Klasse 4 in HS, RS, Gymnasium?)

    Inklusion (nach Regierungspräsidium): Andocken von Sonderschule an Regelschule

  4. Alfred Holzbrecher schreibt:

    Hier ein paar nütztliche WebTipps:
    http://www.inklusionspaedagogik.de/
    http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1016
    http://www.inklusive-menschenrechte.de/typ/mensch/blog/?p=1147
    http://www.grundschulpaedagogik.uni-bremen.de/inklusion/inklusionsexpertise.html

    Inklusion beinhaltet m.E. mehr als die bekannte “Integration” von Behinderten ins Regelschulsystem: Es geht um die grundsätzliche Anerkennung von Vielfalt / Heterogenität / diversity.. jeder Art, und zwar nicht nur als notwendiges Übel, sondern als pädagogische Ressource. Damit müsste sich unser Verständnis von “Förderung” grundsätzlich ändern, denn in der Logik der “Inklusion” geht es nicht um einen Ausgleich von Defiziten bzw., eine Anpassung an eine (unhinterfragte) Norm, sondern um Förderung als Grundorientierung der Schulpädagogik, – und das beinhaltet auch eine starke Abschwächung des Ausleseprinzips, d.h. des Algorithmus, nach dem unser Schulsystem seit Jahrhunderten funktioniert… Könnte sich damit ein neues Verständnis von “Leistung” entwickeln, das sich nicht nur an der ökonomischen Logik orientiert, sondern primär (und auch) an den Entwicklungs- und Lernpotenzialen der Schüler/innen?

  5. eduard hottmann schreibt:

    Was ist inklusiv? Kann man das anfassen? Hat das was mit Steuern zu tun?

    Inklusion steht und fällt mit den Rahmenbedingungen. Und die erste scheinbar unüberwindbare Hürde lautet in einer Frage formuliert:
    Wie ändert man unser allgemein gesellschaftliches Verständnis von Förderung in der Schule?
    Selektion uhi, Inklusion pfui!
    Entmutigendes Beispiel hierfür ist die Hamburger Bildungsreform.

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